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[ Presse ] Unternehmenstheater 88 Warum Theaterarbeit in Ihrem Unternehmen? Stehen betriebliche Veränderungsprozesse an? Gibt es heisse Themen oder kalten Krieg zwischen alter und neuer Belegschaft? Brauchen Sie Eisbrecher oder Initialzündungen für besondere Anlässe? Oder sind Sie die staubtrockenen Frontalweiterbildungen leid? Unternehmenstheater bietet die Chance, als Übersetzungshilfe komplexer Betriebsstrukturen zu fungieren, diese schnell und umfassend zu spiegeln. Auch sensible Themen sind so - humorvoll oder dramatisch überspitzt - auf der Bühne für alle Beteiligten über Rollenwechsel handhabbar. Die Spielebene des Theaters schafft stets hohe emotionale Beteiligung trotz Distanz. Szenisch dargestellte BusinessAnlässe werden so fokussiert, neue Lösungsmöglichkeiten ausprobiert, trainiert und erfolgskontrolliert. Sie glauben an bislang ungenutzte Ressourcen bei Ihren MitarbeiterInnen, das ist eine gute Voraussetzung. Wir bieten flexible, auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Lösungen. Sorgfältige Recherche, Zieldefinition, Durchführung, Übung und Erfolgskontrolle gehören zum kleinen HalbtagesWorkshop genau so wie zu einer auf Ihre Firma massgeschneiderten Gross - Produktion mit Spezialdrehbuch. Theater im Unternehmen Vorhang auf! - Eine unterhaltsame Alternative zu Seminaren, Vorträgen und Memos von Bernhard Stelzl Kundenorientierung, Dienstleistungsgedanke oder Unternehmensphilosophie - für die meisten Mitarbeiter bleiben solche Begriffe ein Arbeitsleben lang leere Worthülsen. Deshalb suchen die Personal- und Weiterbildungsabteilungen händerringend nach Methodiken, abstrakte Begriffe lebendig werden zu lassen. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) sind fündig geworden. Sie haben, um Abstraktes konkret werden zu lassen, die "Übersetzungshilfe" Unternehmenstheater für sich entdeckt - als Alternative zu Seminaren und Vortr ägen. Das Procerede war eigentlich gar nicht spektakulär. Professionelle Schauspieler konfrontierten die Berliner Straßenfeger in eigens für sie entwickelten Szenen mit typischen Situationen aus dem Arbeitsalltag - zum Beispiel beim Kundengespräch. Die Absicht: Die Theaterbesucher sollten ihre eigenen, eingefahrenen Reaktionenrituale einmal "von außen" betrachten. Während der Aufführung wurde viel gelacht - anschließend wurde heftig diskutiert. Natürlich war den Mitarbeitern in den einzelnen Szenen aufgefallen, dass das überspitzt dargestellte Verhalten nicht immer die optimale Variante war. Die Diskussion setzte zahlreiche Ideen für alternatives Verhalten frei - und die wurden dann umgehend auf der Bühne ausprobiert. Die Zielsetzung, den Mitarbeitern das eigene Verhalten zu veranschaulichen und gleichzeitig der Kommunikation untereinander neue Impulse zu verleihen, war erreicht. Trotz dieses Erfolgs hat sich Unternehmenstheater in Deutschland noch nicht wirklich als Methode durchgesetzt. Immer wieder mal probieren aufgeschlossene und experimentierfreudige Firmen diese Art der Wissens- und Erkenntnisvermittlung aus. Ganz anders im Nachbarland Frankreich. Dort wird Unternehmenstheater als Werkzeug der Personal- und Organisationsentwicklung schon lange und beinahe flächendeckend eingesetzt. Der Grund: Unternehmenstheater bietet die Möglichkeit, zielgenau "die Wundpunkte" eines Betriebs offen zu legen. Die Inszenierung kann auftragsbezogen um ein Thema kreisen und dabei dramatisch oder humoristisch angelegt sein. Kritiker behaupten, Unternehmenstheater präsentiere nur Vorurteile und Schlichtheiten. Naheliegend, dass Malte Leyhausen vom "Kabarett der Wirtschaft" (K.d.W.) so ein Plakat nicht stehen lassen will. Er sagt: "Ein gut recherchiertes Kabarett-Programm ist keinesfalls nach dem simplen Schema ,ihr da oben und wir hier unten' gestrickt, sondern bringt die Widersprüche der Akteure aller Hierarchie-Ebenen auf den Punkt". Die komischen Stilmittel der Übertreibung und Verfremdung erlauben es seiner Überzeugung nach wie kaum eine andere Methode, "gefürchtete Wahrheiten auszusprechen, die sonst nur hinter vorgehaltener Hand kommuniziert werden". Den Vorwurf, Unternehmenstheater sei Bestell-Theater, lässt Leyhausen erst recht nicht gelten. Wer glaube, die Leute vom Unternehmenstheater seien die "Hofnarren" der Wirtschaft, die keiner ernst nehme, täusche sich. Leyhausen zitiert einen Vorstands-Assistenten, "der mit vorauseilendem Gehorsam so mancher Kabarett-Sequenz entgegenzitterte". Die Reaktion des Vorstands sei dann aber ganz unerwartet und "wirklich souverän" gewesen: "Der hat Tränen gelacht". Ein ganz anderes Beispiel: Auch Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Lufthansa AG, geh örte schon zu den K.d.W-"Opfern". Obwohl der prominente Personal-Experte und Kranich-Manager durchaus dafür bekannt ist, kein Kind von Traurigkeit zu sein, musste Sattelberger ein hohes Maß an Selbstironie und Gelassenheit unter Beweis stellen, als ihn die K.d.W.-Darsteller auf die Schippe nahmen. Leyhausen: "Da müssen die Führungskräfte genau so durch wie alle anderen Mitarbeiter auch." Führungskonferenzen, Vertriebstagungen oder Fusions-Events, die üblicherweise als trocken und langweilig empfunden werden, sind Malte Leyhausens Lieblingsschauplätze. Hier bietet sich seiner Meinung nach die Möglichkeit, "Betroffene zu Beteiligten zu machen und sonst kaum diskutierbare Themen zu öffnen". Für die Auftrag gebende Geschäftsleitung bietet das Theater Chancen, komplexe Inhalte transparent werden zu lassen und die Zuschauer - vom Mitarbeiter über Kunden bis hin zu Geschäftspartnern - emotional zu beteiligen. Zudem sind viele Menschen auf einmal zu erreichen. Für Antonia von Fürstenberg, Unternehmenstheater-Regisseurin und Personaltrainerin, ist genau das der ganz entscheidende Vorteil von Unternehmenstheater gegenüber anderen Weiterbildungsformen. Besser als der Einsatz von Schauspielern als Stellvertreter ist ihrer Überzeugung nach aber, den Mitarbeitern selbst eine Bühne zu bieten. Szenisch dargestellte Konflikte könnten "sehr intensiv erlebt werden", sagt sie. Der eigentliche Lernprozess beginne, wenn in konstruierten Situationen neue Lösungsmöglichkeiten ausprobiert werden. Fürstenberg: "Unterschiedliche Perspektiven ermöglichen veränderte Handlungsansätze". Die Protagonisten des Unternehmenstheaters betonen ein hervorragendes Transfer-Ergebnis. Das liege nicht zuletzt daran, dass Theaterarbeit immer Teamarbeit ist. Ein überzeugendes Argument, denn welches Unternehmen würde nicht unterschreiben, dass die Zusammenarbeit in der Belegschaft weiter optimiert werden muss? Voraussetzung für den Erfolg der neuen Weiterbildungs-Methodik: Die Theatermacher verstehen nicht nur ihr Handwerk, sondern besitzen auch das fachliche Vorwissen, wirtschaftliche Zusammenhänge und organisatorische Abläufe analysieren und darstellen zu können. Einigkeit herrscht unter Theater-Profis in der Überzeugung, dass der Erfolg nicht allein von den Darstellern - gleichgültig ob nun Schauspieler oder Mitarbeiter - abhängt: "Ob die Veranstaltung nur Entertainment wird, oder tatsächlich Impulse zur Veränderung im Unternehmen ausgehen, hängt im gehörigen Maße davon ab, wieviel Transparenz die Unternehmensleitung hierbei zulässt", sagt beispielsweise Leyhausen. Werde bei der Recherche oder bei der Aufführung vom Auftraggeber Zensur betrieben oder das eigentliche Problem nur grob angedeutet, dann bestehe die Gefahr, dass "viel Geld für eine Alibiveranstaltung ausgegeben wird". In den Firmen gibt's Theater Weshalb immer mehr Unternehmen ihre Probleme auf die Bühne bringen BM Berlin - Ein uniformierter Straßenfeger aus Bern kommt im Auto auf die Bühne gebraust. Über Handy tröstet er im Stil des Schweizer Kabarettisten Emil eine Kundin. Sie solle sich keine Sorgen machen, daß die Hofreinigung sein Kollege übernimmt. Der könne genauso sanft mit dem Besen umgehen wie er. Die charmante Szene stammt aus einem eigens für die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) inszenierten Theaterstück. Im Sommer 1998wurde es vor 650 Straßenreinigern aufgeführt. Die Liason von Kunst und Wirtschaft kam zustande, weil die BSR ihre Einsatzleute etwa für den Umgang mit pöbelnden Autofahrern sensibilisieren wollte. Seitdem sind die Straßenkehrer auch Fragen von Passanten besser gewachsen. Theater in Unternehmen wird immer beliebter. Mittlerweile tummeln sich unzählige Anbieter auf dem lukrativen Markt - von Laienschauspielern bis zur professionellen Theatertruppe. Die Schauspieler bringen alles auf die Bühne, was die Auftraggeber wünschen. «Dabei geht es oft um äußerst sensible Bereiche in den Unternehmen, die eigentlich tabu sind», sagt Robert Dabitz, einer der Autoren der Studie «Bedarfsorientierter Theatereinsatz in Unternehmen» der Freien Universität Berlin. Die zumeist auf die betreffende Firma maßgeschneiderten Produktionen handeln von Konflikten zwischen Verkäufern und Vorgesetzten oder einem rauhen Firmenklima. Andere Theaterstücke sollen Mitarbeiter auf den bevorstehenden Führungswechsel oder den Börsengang des Unternehmens vorbereiten. «Businesstheater soll nicht belehrend den Zeigefinger erheben», sagt Dagmar Fuchs, die bei der BSR für das Theater-Projekt verantwortlich ist. Vielmehr würden durch Witz und Humor die Hemmschwellen der Mitarbeiter sinken, sich über betriebsinterne Probleme Gedanken zu machen. «Nach der künstlerischen Anwärmung entwickelten unsere Leute eigene Ideen, wie sie aggressiven Kunden den Wind aus den Segeln nehmen», sagt Fuchs. Das Stück sei nicht nur bei den Mitarbeitern angekommen. Auch Schaulustige von der Landesbank Berlin und der Hamburger Stadtreinigung seien begeistert gewesen. Die Hanseaten haben inzwischen nachgezogen - und die selbe Truppe engagiert: Das Hamburger Scharlatan-Theater. Scharlatan zählt neben der Gruppe Visual aus Mannheim zu den Pionieren in Deutschland. Visual ist derzeit der größte und erfahrendste Anbieter. Die Mannheimer arbeiteten unter anderem für Bosch und Mercedes. Für die Theaterleute lohnt sich das Geschäft. Die Berliner Gruppe InterAct etwa, zu deren Kunden nach eigenen Angaben die BVG, der Reisekonzern TUI und Douglas zählen, bekommt pro Schauspiel zwischen 5000 und 120 000 DM in die Kasse - je nach Aufwand und Länge der Darbietung. Im vergangenen Jahr setzen die Berliner 3,5 Millionen DM um. «Wir gehen in die Firmen und reden mit den Leuten von der Personalabteilung oder den Verantwortlichen für Weiterbilung», erzählt Detlef Wintzen, Regisseur und Verantwortlicher für Unternehmenstheater bei InterAct. Die daraus entstehenden Stücke böten einen Einstieg in die jeweilige Konfliktsituation. In nachfolgenden Gruppengesprächen würde dann mit den Mitarbeitern darüber diskutiert. Ob Industrie-Theater nur eine Modewelle bleibt oder mehr dahinter steckt, muß sich erst noch zeigen. «Alle großen Firmen machen das zur Zeit. Denn Unternehmenstheater gehört heute zu den interessantesten Ansätzen der Organisationsentwicklung», sagt Robert Dahlwitz. «Der weitere Verlauf der Branche ist allerdings unberechenbar.» Gerade sortiere sich die Spreu vom Weizen. Setzt sich der Trend wie bisher fort, fährt die Branche im Jahr 2005 dreimal soviel Geld ein wie 1997 (siehe Kasten). Voranalyse, Zieldefinition, Durchführung, Übung und Erfolgskontrolle. Damit das für den Laien auch noch durchschaubar bleibt, bemühen sich die Verbände um Qualitätsstandards. Nach wie vor kann offensichtlich jedermann Practitioner werden, der Master ist schon schwieriger zu erringen, NLP-Trainer müssen gar mindestens zwei Jahre Praxis haben, der NLP-Lehrtrainer schließlich soll in Zukunft 500 Unterrichtsstunden nachweisen und Kenntnisse über psychologische Therapieformen besitzen. Soweit die Richtlinien des DVNLP, der rund 520 lizensierte NLP Trainer vertritt. Beim DV-NLP gibt es ca. 70 Therapeuten, aber wer von einem Verband zertifiziert ist, muß noch lange nicht gut sein. Wer nicht reinfallen möchte, sollte sich mit einem Schnupperseminar Gewißheit verschaffen, dann konkrete Vereinbarungen über zu erreichende Ziele treffen und nach drei bis fünf Sitzungen ein Resümee ziehen. Ein starkes Stück Autor: unbekannt Schon wieder ein neues Instrument zur Personal- und Organisationsentwicklung: Unternehmenstheater. Da kann man nun ein ganzes Ensemble buchen und sich ein auf die spezielle Unternehmensproblematik zugeschnittenes Stück schreiben und aufführen lassen. Dies kann einfach der Information dienen, hier hat es sicher durchschlagendere Wirkung als Broschüren oder Videos, als Eisbrecher bei Veränderungsprozessen und Konflikten, als Probebühne, wobei die Schauspieler auf Zuruf ihr Verhalten ändern oder ihre Rolle an Zuschauer übergeben, als Verfremdung, um alte Sachverhalte mit neuer Brille zu betrachten, oder als Vorbild, denn wer von der Entstehung bis zur Aufführung dabei ist, der lernt wahre Teamarbeit kennen. Der Effekt: Im Theater können Dinge angesprochen werden, die die Mitarbeiter nicht zu sagen wagen, dies wirkt als Katalysator. Die Vorbereitungszeit für eine solche Aufführung beträgt ca. drei Monate, die Kosten liegen zwischen 20.000 und 150.000 DM. Sinnvoll kann ein Einsatz zu Beginn eines Veränderungsprozesses sein, als Auftakt für Schulungen, anschließen können sich Workshops oder Coachings. Entscheidend für den Erfolg ist die Einbindung in ein Gesamtkonzept. Verständlichkeit Wir bieten keine Konserven an. Wir stellen unser Team für jeden Auftrag individuell zusammen und stimmen bewährte Formen und Methoden sorgfältig auf die Gegebenheiten jedes neuen Projekts ab. So schöpfen wir das Potential der Fähigkeiten und Kenntnisse aller Beteiligten zum Erreichen der gemeinsamen Ziele optimal aus.Auszüge Für die Auftrag gebende Geschäftsleitung bietet das Theater Chancen, komplexe Inhalte transparent werden zu lassen und die Zuschauer - vom Mitarbeiter über Kunden bis hin zu Geschäftspartnern - emotional zu beteiligen. Zudem sind viele Menschen auf einmal zu erreichen. Für Antonia von Fürstenberg, Unternehmenstheater-Regisseurin und Personaltrainerin, ist genau das der ganz entscheidende Vorteil von Unternehmenstheater gegenüber anderen Weiterbildungsformen. Besser als der Einsatz von Schauspielern als Stellvertreter ist ihrer Überzeugung nach aber, den Mitarbeitern selbst eine Bühne zu bieten. Szenisch dargestellte Konflikte könnten "sehr intensiv erlebt werden", sagt sie. Der eigentliche Lernprozess beginne, wenn in konstruierten Situationen neue Lösungsmöglichkeiten ausprobiert werden. Fürstenberg: "Unterschiedliche Perspektiven ermöglichen veränderte Handlungsansätze". Die Protagonisten des Unternehmenstheaters betonen ein hervorragendes Transfer-Ergebnis. Das liege nicht zuletzt daran, dass Theaterarbeit immer Teamarbeit ist. Ein überzeugendes Argument, denn welches Unternehmen würde nicht unterschreiben, dass die Zusammenarbeit in der Belegschaft weiter optimiert werden muss? Voraussetzung für den Erfolg der neuen Weiterbildungs-Methodik: Die Theatermacher verstehen nicht nur ihr Handwerk, sondern besitzen auch das fachliche Vorwissen, wirtschaftliche Zusammenhänge und organisatorische Abläufe analysieren und darstellen zu können. Einigkeit herrscht unter Theater-Profis in der Überzeugung, dass der Erfolg nicht allein von den Darstellern - gleichgültig ob nun Schauspieler oder Mitarbeiter - abhängt: "Ob die Veranstaltung nur Entertainment wird, oder tatsächlich Impulse zur Veränderung im Unternehmen ausgehen, hängt im gehörigen Maße davon ab, wieviel Transparenz die Unternehmensleitung hierbei zulässt", sagt beispielsweise Leyhausen. Werde bei der Recherche oder bei der Aufführung vom Auftraggeber Zensur betrieben oder das eigentliche Problem nur grob angedeutet, dann bestehe die Gefahr, dass "viel Geld für eine Alibiveranstaltung ausgegeben wird". Eisbrecher bei Veränderungsprozessen Die Schauspieler bringen alles auf die Bühne, was die Auftraggeber wünschen. «Dabei geht es oft um äußerst sensible Bereiche in den Unternehmen, die eigentlich tabu sind», sagt Robert Dabitz, einer der Autoren der Studie «Bedarfsorientierter Theatereinsatz in Unternehmen» der Freien Universität Berlin. Die zumeist auf die betreffende Firma maßgeschneiderten Produktionen handeln von Konflikten zwischen Verkäufern und Vorgesetzten oder einem rauhen Firmenklima. Andere Theaterstücke sollen Mitarbeiter auf den bevorstehenden Führungswechsel oder den Börsengang des Unternehmens vorbereiten. Voranalyse, Zieldefinition, Durchführung, Übung und Erfolgskontrolle. Innerbetriebliche Probleme schlagen nicht nur den beteiligten Personen auf den Magen, sie sind auch schädlich für das Unternehmen. Wie aber kann man solche Probleme wirksam bekämpfen? Eine relativ neue Strategie ist das sogenannte Unternehmenstheater. In diesem werden Konflikt- oder Problemsituationen aus dem Unternehmensalltag von professionellen Schauspielern auf der Bühne dargestellt. Ziel ist es meist, Veränderungsprozesse zu unterstützen. So wird das Unternehmenstheater beispielsweise bei der Einführung neuer Produkte oder Leitbilder, bei der Rationalisierung von Produktionsabläufen oder bei Konflikten zwischen alter und neuer Belegschaft eingesetzt. Auch Kommunikations- und Kompetenzprobleme zwischen Zentrale und Niederlassungen werden thematisiert. Das Unternehmenstheater unterscheidet sich grundsätzlich vom künstlerischen Theater. Während letzteres an ästhetischen Kriterien gemessen wird, hat sich das Unternehmenstheater dem Urteil der Zweckmäßigkeit oder der Nützlichkeit zu stellen. Es ist eine mit künstlerischen Mitteln erbrachte Dienstleistung und wird dementsprechend daraufhin beurteilt, ob es gelingt, die angestrebten Entwicklungen in Gang zu setzen. Theaterstücke dieses Typs sind genau auf ein Unternehmen zugeschnitten. Sie sind deshalb auch nur für dieses verwendbar und meist auch nur von der Zielgruppe wirklich verstehbar.
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